MALATYA Industrie- und Handelskammer

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Präsident Sadıkoğlu war Gast bei Bloomberg HT.

18 August 2025 08:59  ·  9 Aufrufe
Präsident Sadıkoğlu war Gast bei Bloomberg HT.

Unser Vorstandsvorsitzender Oğuzhan Ata Sadıkoğlu nahm an dem Programm „30 Dakika“ auf Bloomberg HT teil und äußerte sich zu den wirtschaftlichen Problemen in unserer Stadt sowie zu Lösungsvorschlägen.

 

Sadıkoğlu betonte, dass für die am stärksten vom Erdbeben betroffenen Provinzen Malatya, Hatay, Adıyaman und Kahramanmaraş eine positive Diskriminierung beim Zugang zu Finanzmitteln erforderlich sei: „Neben dem physischen Wiederaufbau müssen wir uns auch wirtschaftlich erholen. Das dringendste Bedürfnis unserer vom Erdbeben betroffenen Unternehmen ist natürlich Geld. Unsere Händler erleben einen Rückgang der Geschäftstätigkeit, unsere Industrie leidet unter steigenden Kosten. Während der Kampf gegen die Inflation andauert, ist der Geldfluss in den realen Sektor stark zum Erliegen gekommen. Die Zinsen für Handelskredite liegen bei 60 %, die für Verbraucherkredite bei 70 %. Es ist sehr schwierig, unter diesen Bedingungen Kredite zu erhalten. Für die Erdbebenregion sollten spezielle Niedrigzinskredite, wenn möglich sogar zinslose Kredite bereitgestellt werden.“

 

DER „ATMUNGSKREDIT“ WAR NICHT EINMAL EIN PFLÄSTER

Vorsitzender Sadıkoğlu erklärte, dass der von der TOBB angebotene „Atmungskredit“ mit KGF-Eigenmitteln die Erwartungen nicht erfüllt habe: „Die TOBB gab bekannt, dass sie 23.515 Unternehmen mit KGF-Eigenkapitalbürgschaft insgesamt 30 Milliarden TL an Atmungskrediten bereitgestellt habe. Aus Malatya haben 1.100 unserer Mitglieder einen Atmungskredit beantragt. Nur 106 unserer Mitglieder konnten einen Kredit erhalten. Der Atmungskredit war nicht einmal ein Pflaster, geschweige denn eine Wundbehandlung. Wir fordern spezielle, zinslose Kreditpakete für die Erdbebenregion.“

 

BEI APRIKOSEN GAB ES EINEN 100-PROZENTIGEN VERLUST

Vorsitzender Sadıkoğlu wies darauf hin, dass die landwirtschaftliche Frostkatastrophe am 12. April den Aprikosenproduzenten großen Schaden zugefügt habe: „Fast unsere gesamte Aprikose, ein EU-geografisch geschütztes Produkt, ist erfroren. 123 Tage sind vergangen, und den Produzenten wurde kein Cent ausgezahlt. Wenn keine Unterstützung gewährt wird, werden die Produzenten ihre Bäume fällen müssen.“ Sadıkoğlu fügte hinzu, dass Aprikosen Malatya jährlich 500 Millionen US-Dollar an Deviseneinnahmen bringen, die Exporteinnahmen jedoch aufgrund des Frosts auf 377 Millionen US-Dollar zurückgegangen seien.

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